Wissenswertes zum Thema: allgemeines Fachabitur
Die allgemeine Fachhochschulreife berechtigt zum Besuch einer Fachhochschule oder eines bestimmten Studiengangs an einer Hochschule. Es gibt nur geringe Unterschiede gegenüber dem allgemeinen Abitur.
Der Begriff Fachabitur steht sowohl für die an einen Studiengang gebundene Hochschulreife als auch für die Fachhochschulreife. Beide berechtigen zum Besuch einer Akademie oder zu einem bestimmten Studiengang an einer Universität. Ein allgemeines Fachabitur kann man an einem Oberstufenzentrum oder einer Fachoberschule erwerben. Über dies hinaus kann man es auch an einer Berufsoberschule, einem Gymnasium oder an einem Studienkolleg ablegen. Der Umfang der schulischen Leistungen entspricht weitgehend dem des allgemeinen Abiturs, jedoch muss nur eine Fremdsprache belegt werden, um die Fachhochschulreife an einem Gymnasium oder einer gleichwertigen Ausbildungsstätte zu erhalten. In den meisten Fällen reicht das Ablegen einer weiteren Fremdsprachenprüfung um das allgemeine Abitur zu erreichen.
An Berufskollegs und ähnliche Einrichtungen wird von Anfang an auf die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung hingearbeitet. An einem Oberstufenzentrum erreicht man mit Bestehen aller notwendigen Prüfungen die allgemeine Fachhochschulreife. Zu den auf jeden Fall zu belegenden Lehrgangskursen zählen Deutsch, Englisch, Mathematik und ein spezifisches Unterrichtsfach des jeweiligen Berufsbildes. An einigen Schulen werden noch andere für die Ausbildung wichtige Kurse gefordert. An den meisten Oberschulen gilt das erste Halbjahr als Probejahr, welches man bei mangelnden Leistungen nicht bestehen kann. Außerdem wird wiederholtes unentschuldigtes Fehlen als Grund für ein Nichtbestehen angesehen.
In einigen Bundesländern ist es möglich, das Fachabitur über das Internet abzulegen. Diese Kurse dauern, wie bei herkömmlichen Schulen auch, zwei Jahre. Der größte Vorteil eines Internetkurses ist die flexible Einteilung des Lernpensums. So ist der Kurs mit einem bestehenden Berufsleben durchaus vereinbar. Über ein leistungsfähiges Lernmanagementsystem stellt der Lehrer jeden Abend eine Verbindung zu seinen Schülern her. Dafür stehen im Internet viele sogenannte Kommunikationsprogramme zur Verfügung, wie Chats und Foren. Die Ausbildung besteht aus internetbasierenden Unterrichtseinheiten, den eigenen Lernstunden und einer Präsenzzeit, welche dann in einer staatlichen Fachoberschule stattfindet.
Als Zugangsvoraussetzung gelten bei den meisten Oberstufenzentren der Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Meistens gehen die Schulen aber von den erbrachten Leistungen im Probehalbjahr aus oder es reicht, wenn der Bewerber mindestens 5 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann.