Auf die richtige Weise eine Mindmap erstellen
Es existieren verschiedene Lerntechniken, um sich möglichst schnell komplizierte und vielschichtige Sachverhalte anzueignen. Eine von den bewährteren Methoden ist die sogenannte Mindmap.
Eine Mindmap funktioniert zunächst nach einem simplen Prinzip. Um einen Kern- beziehungsweise Oberbegriff werden weitere Begriffe angeordnet, die auf irgendeine Weise mit diesem in Verbindung stehen. Dabei ist es nicht notwendig, sich auf einzelne Wörter zu beschränken, sondern auch kleinere Sachverhalte können in eine solche Mindmap aufgenommen werden. Auf diese Weise werden Hierarchien in die eigenen Gedanken gebracht, was wiederum für eine erste Ordnung sorgt. Nachdem ein solcher Kernbegriff gefunden und mit allerhand Unterbegriffen umschrieben worden ist, können in einem zweiten Schritt Verbindungen unter den einzelnen Unterbegriffen hergestellt werden, sodass sich Zusammenhänge erschließen, die eventuell vorher noch nicht bekannt waren. Ein letzter Schritt ist schließlich das Bilden neuer Unterbegriffe und die Herstellung neuer Verbindungen zwischen ihnen, bis sich schließlich ein überschaubares und nachvollziehbares Gesamtbild des Sachverhalts ergibt.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Lerntechnik liegt in der Tatsache begründet, dass der Lernende zum einen sein Wissen schriftlich und damit über das Aufschreiben intensiver den Stoff verinnerlicht und zum anderen eigenständig dazu angehalten ist, das Bild auf möglichst logische Weise zu komplementieren. Schließlich spielt beim Erstellen einer Mindmap vor allem die kreative und nachvollziehbare Anordnung der Begriffe eine Rolle. Somit wird aus dem Lernen eine Eigenleistung, die darüber hinaus den Vorteil besitzt, mit nur geringem Aufwand erneut gelesen und verstanden zu werden, da die dargestellten Zusammenhänge genau auf die kognitiven und logischen Besonderheiten des Lernenden zugeschnitten sind.
Jedoch haben Mindmaps auch ihre Grenzen. So sind sie wenig hilfreich, wenn es darum geht, etwa Prozesse in ein lernbares Schema zu implementieren. Auch bei Aufgaben, die mit der Interpretation von Wissen zusammenhängen, sollte man keine Mindmap erstellen.