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Schlauchboot pflegen: Wichtig für die Sicherheit

Viele Freunde des Wassersportes haben sich als günstige Alternative zum Motorboot ein Schlauchboot angeschafft. Die Lebensdauer dieses Wasserfahrzeuges wird erheblich durch gute Pflege beeinflusst.

In den letzten Jahren hat sich die Freizeitaktivität mehr und mehr auf das Wasser verlagert. Die Sicht von dort aus auf das vorübergleitende Land hat ihren besonderen Reiz. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sein Boot an einem stehenden Gewässer, einem Kanal oder einem Fluss zu Wasser lässt. Für Boote größeren Ausmaßes stehen vor allem an Flüssen und Kanälen sogenannte Slip-Anlagen bereit, wobei das auf einem speziellen Anhänger befestigte Schlauchboot wenige Meter mit dem Pkw ins ufernahe Wasser geschoben wird.

Die Einsatzmöglichkeiten dieses Wassersportgerätes sind vielfältig: Freizeitsport in Booten unterschiedlicher Größe und Stabilität, ohne und mit Motor (ab 5 PS führerscheinpflichtig). Daneben kommen sie auch bei Aktionen der verschiedenen Rettungsdienste zum Einsatz. An größeren Jachten hängen sie zu Notfallzwecken außenbords. Diese doch sehr unterschiedlichen Gebrauchsmöglichkeiten erfordern allerdings auch entsprechende Konstruktionen. So wird ein kleines, dünnwandiges Schlauchboot wohl eher in Ufernähe zum Einsatz kommen. Größere, mitunter stoff- und drahtverstärkte Boote, können ohne Weiteres auf einem Ozean zu Wasser gelassen werden. Andere wiederum sind aufgrund ihres Zweckes mit einem ausrollbaren, stabilen Holzboden ausgestattet. Allen gemeinsam ist ein durch den flachen Tiefgang unproblematisches Navigieren in Ufernähe. Durch die elastische Außenhaut ist zudem eine größere Verletzungsgefahr ausgeschlossen.

Wie jedes Gerät, das über eine längere Zeit in Gebrauch ist, sollte auch das Schlauchboot pflegen auf dem Programm eines jeden Freizeitkapitäns stehen. Dabei gilt es, bestimmte Kriterien zu beachten. Zunächst steht die Überprüfung der allgemeinen Sicherheit im Vordergrund einer intensiven Pflege. Wobei nachzusehen ist, ob der Boden noch ausreichende Festigkeit aufweist und nicht schon durch ein Leck Wasser ins Boot eindringt. Dazu muss es aus dem Wasser herausgeholt und in Rückenlage positioniert werden. In einer solchen Lage sind Beschädigungen festzustellen und mit entsprechendem Material zu reparieren. Öle, Chemikalien, Algen und andere Wasserverschmutzungen greifen nämlich die Außenhaut des Bootes an und müssen regelmäßig überprüft werden. Bei Wasserfahrzeugen mit massiver Bodenauslegung sind diese auf ihre Stabilität hin zu untersuchen. Nach der Überprüfung aller unter Wasser liegenden Teile sollte die weitere Pflege nach einem bestimmten Schema durchgeführt werden. Dabei ist es egal, um welche Art und Größe eines Schlauchbootes es sich dabei handelt.

Nachdem die Hauptuntersuchung, die der Sicherheit, abgeschlossen ist, wird das Boot einer intensiven Reinigung unterzogen. Eventuelle undichte Stellen auf den Wülsten werden verklebt oder vulkanisiert. Sind die Reparaturen abgeschlossen, sollte der gesamte Körper des Bootes rundum versiegelt und eingewachst werden. Vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt erteiltes Kennzeichen ist nachzumalen. Regelmäßige Pflege ist die Grundlage einer langen Lebensdauer und einer unverzichtbaren Sicherheit.